Ein neuer Anfang – August 2011

Nach der Förderschule begann für mich ein ganz neuer Abschnitt: das Berufsorientierungsjahr. Es war für mich die Chance, meinen Hauptschulabschluss nachzuholen und mich gleichzeitig ein Stück weit auf die Arbeitswelt vorzubereiten.

Die Schule dauerte ein Jahr, und wir hatten neben den Grundfächern auch viel Hauswirtschaft. Für mich war das spannend, weil es ganz praktische Inhalte waren – etwas, das ich wirklich im Alltag gebrauchen konnte. Zusätzlich gab es ein Praktikum, das uns einen ersten Einblick in mögliche Berufsfelder geben sollte.


Entscheidung unter Druck

Schon während des Jahres musste ich eine wichtige Entscheidung treffen: Wie sollte es für mich nach dem Berufsorientierungsjahr weitergehen? Zur Auswahl stand eine Ausbildung oder die Möglichkeit, die Schule ohne klares Ziel zu beenden. Auch wenn die Ausbildung nicht in die Richtung ging, die ich mir eigentlich gewünscht hatte, entschied ich mich dafür. Denn für mich war klar: Mit leeren Händen wollte ich auf keinen Fall dastehen. Also wählte ich diesen Weg – auch wenn er sich nicht hundertprozentig richtig anfühlte.


Ein unerwarteter Abschied

Kurz darauf erlebten wir einen großen Einschnitt. Unsere Lehrerin, die für uns eine wichtige Bezugsperson war, ging frühzeitig in Rente. Für mich und viele andere war das schwer, denn sie hatte uns nicht nur unterrichtet, sondern auch motiviert und unterstützt. Ihre Abschiedsfeier war voller gemischter Gefühle – wir freuten uns für sie, aber gleichzeitig blieb die Traurigkeit, sie als Begleiterin in dieser wichtigen Zeit zu verlieren.


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