Der erste Tag an der Förderschule
Mein erster Tag an der Förderschule war voller Unsicherheit. Schon am Morgen plagten mich Bauchschmerzen und ein mulmiges Gefühl. Die Angst vor neuen Mitschülern und Lehrern schnürte mir die Kehle zu. Wieder einmal „die Neue“ zu sein, war eine Rolle, die ich eigentlich nicht mehr spielen wollte.
Ein kleiner Trost: Meine Schwester besuchte ebenfalls diese Schule. Allein zu wissen, dass sie in der Nähe war und ich jederzeit zu ihr gehen konnte, gab mir Halt. Sie war mein sicherer Anker in all der Unsicherheit.
Schwieriger Start vor dem Klassenzimmer
Noch bevor ich das Klassenzimmer betrat, kam es zu einer unangenehmen Situation. Ich hatte meinen Fußballrucksack dabei – Fußball war damals meine große Leidenschaft. Doch viele Mitschüler lachten darüber. Für mich war das verletzend, und die Tränen liefen.
In diesem Moment kam meine Schwester dazu. Ohne zu zögern stellte sie sich vor mich und machte den anderen klar, dass sie damit aufhören sollten. Plötzlich fühlte ich mich beschützt – und auch ein Stück stolz.
Herzliches Willkommen durch die Lehrer
Mit klopfendem Herzen ging ich schließlich in meine neue Klasse. Die Anspannung war noch immer groß, da ich niemanden kannte. Doch die Lehrer begrüßten uns herzlich und offen. Genau so, wie man es sich von guten Lehrkräften wünscht.
Es gab keine festen Regeln zur Sitzordnung – wir durften uns unsere Plätze selbst aussuchen. Für viele war das eine Kleinigkeit, für mich jedoch eine schwierige Entscheidung.
Eine neue Freundschaft entsteht
Am Ende setzte ich mich neben ein Mädchen, das ebenfalls neu war. Sie wirkte sehr ruhig und zurückhaltend – vielleicht zog mich genau das an. Wir nahmen in der ersten Reihe Platz, Seite an Seite.
Was zunächst wie eine zufällige Entscheidung wirkte, entwickelte sich schnell zu einer wertvollen Freundschaft. Sie erleichterte mir den Einstieg enorm und machte den Anfang an der Förderschule ein Stück leichter.

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