Der erste Tag – Nervosität pur
Der erste Tag meines Praktikums kam schneller, als mir lieb war. Ich war unglaublich nervös, aufgeregt und hätte am liebsten sofort alles wieder abgesagt. Tränen lagen mir nah, und ich fragte mich, ob ich das wirklich schaffen würde.
In diesem Moment klingelte es an meiner Tür: der Freund meiner Schwester stand da. Wir hatten abgemacht, dass wir gemeinsam fahren, weil unsere Dienstpläne fast identisch waren. Ich war erleichtert, schon jemanden zu kennen, dem ich vertrauen konnte und an den ich mich wenden konnte, falls irgendetwas schieflaufen würde. Dieses Gefühl gab mir Sicherheit und Geborgenheit – und machte es leichter, nicht gleich den Mut zu verlieren.
Unterwegs – ein besonderer Begleiter
Auf der Fahrt verstanden wir uns sofort wieder gut. Schon bei unserem ersten Gespräch hatten wir locker über Gott und die Welt geredet, und genau so ging es weiter. Die Minuten im Auto vergingen wie im Flug, und mir fiel schnell auf, dass er anders war als viele andere Kerle.
Der erste Einsatz – voller Elan
Mein erster Einsatz war die sogenannte „Zählung“. Mir war schon gesagt worden, dass das keine besonders beliebte Aufgabe war. Einmal pro Stunde mussten wir durch verschiedene Räume gehen und die Auslastung prüfen.
Ich nahm die Sache sehr ernst und zählte jede einzelne Person sorgfältig – bis ich in der Pause erfuhr, dass es eigentlich völlig reicht, grob abzuschätzen, ob ein Raum zu voll ist oder nicht. Da musste ich lachen, aber irgendwie war ich auch ein bisschen stolz darauf, dass ich es so gewissenhaft gemacht hatte. 😅
Freundschaft, die bleibt
Während der Arbeit verbrachten wir die Pausen fast immer zusammen. Irgendetwas an ihm war besonders – ich konnte nicht genau sagen, was. Aus den gemeinsamen Pausen wurde bald mehr: Wir verbrachten schließlich auch nach Feierabend Zeit miteinander.
Manchmal trafen wir uns zu dritt – er, meine Schwester und ich – an der Tankstelle, wo sie damals arbeitete. Aus einer anfänglichen Bekanntschaft entstand eine echte Freundschaft, die mir in dieser Phase unglaublich wertvoll war.
Und dann war da noch eine Begegnung, deren Bedeutung mir erst viel später bewusst wurde. Wir saßen einmal auf dem Balkon meiner Schwester und ihres Freundes, als unten im Garten eine Frau auftauchte – die Mutter ihres Freundes. Meine Schwester grüßte sie freundlich und rief nach unten: „Hey, schau mal, das hier ist meine Schwester!“ – und zeigte auf mich.
Damals war es nur eine kurze, fast nebensächliche Situation. Doch rückblickend war es der Anfang einer Verbindung, die in meiner Geschichte noch eine große Rolle spielen sollte.
Ein ehrliches Fazit
Nach der ersten Woche merkte ich allerdings, dass dieser Berufszweig nicht das Richtige für mich war. Durch Gespräche mit anderen wurde mir klar, dass ich mich darin nicht wiederfand. Also brach ich das Praktikum ab.
Trotzdem denke ich sehr gerne an diese Zeit zurück. Sie hat mir wertvolle Erfahrungen geschenkt – und Begegnungen mit Menschen, die mich zum Teil bis heute begleiten.

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