Gedanken

kurze allgemeine Gedanken

Manchmal frage ich mich,
ob ich früher wirklich stärker war 
oder nur besser darin, alles zu verstecken.

Nach außen funktioniere ich.
Ich lächle, rede, mache weiter.
Doch innerlich ist es oft laut und schwer.

Menschen sagen: „Zieh einfach durch.“
Aber sie sehen nicht,
wie viel Kraft es kostet, nicht daran zu zerbrechen.

Vielleicht bin ich nicht schwach geworden.
Vielleicht war einfach irgendwann alles zu viel.

Nicht jeder Kampf ist sichtbar.
Aber er ist trotzdem echt.

Früher dachte ich, Freundschaft bedeutet, füreinander da zu sein.
Heute frage ich mich manchmal, ob ich für manche Menschen nur bequem war.
Ich war immer da, hörte zu, half und funktionierte. Doch als ich selbst jemanden gebraucht hätte, wurde es still.

Vielleicht habe ich Freundschaften verloren, weil ich aufgehört habe, mich selbst zu vergessen. Weil ich nicht mehr nur Taxi, Problemlöserin oder Notlösung sein wollte.

Es tut weh, Menschen gehen zu lassen. Aber noch mehr tut es weh, sich selbst dabei zu verlieren. Vielleicht war nicht alles meine Schuld vielleicht habe ich einfach angefangen, mich selbst zu schützen.

Früher war ich offen, lebensfroh und motiviert. Ich war jemand, der raus wollte, der geredet, gelacht und Menschen um sich hatte. Und heute? Heute sitze ich meistens in meinen vier Wänden. Meine Gespräche bestehen fast nur noch aus Kinderstimmen, Familie und Alltag. Manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt noch weiß, wie man mit Erwachsenen redet oder ob ich einfach verlernt habe, mich zu öffnen. Irgendwo zwischen Verantwortung, Enttäuschungen und Müdigkeit habe ich mich selbst verloren. Und dann kommt immer wieder diese eine Frage:

Soll das wirklich mein Leben sein?

Manchmal frage ich mich, warum alles immer so schwer werden muss.
Ich wollte doch einfach nur etwas aus meinem Leben machen und gleichzeitig für meine Kinder da sein.

Ich dachte, Hilfe würde alles leichter machen.
Doch plötzlich bestand unser Zuhause nur noch aus Streit, Vorwürfen und Tränen.

Und mitten darin stand ich 
mit Schuldgefühlen, Überforderung und der Frage,
ob ich irgendwo falsch abgebogen bin.

Kopfchaos

innere Kämpfe, Overthinking, emotionale Tage


Es gibt Tage, da bin ich körperlich da, aber innerlich komplett erschöpft.
Mein Kopf denkt an tausend Dinge gleichzeitig und ich weiß selbst nicht mehr, wie ich abschalten soll.

Selbst wenn eigentlich Ruhe ist, fühlt sich in meinem Inneren nichts ruhig an.
Gedanken über die Vergangenheit, Sorgen über morgen oder einfach dieses Gefühl, dass alles zu viel wird.

Manchmal sitze ich einfach nur da und merke, wie müde ich eigentlich bin, nicht vom Schlaf, sondern vom ständigen Denken.

Und das Schwerste daran ist:
Man sieht es mir oft nicht einmal an.


Manchmal frage ich mich, ob ich einfach vergessen habe, wie man mit Erwachsenen normal redet.
10 Jahre lang bestand mein Leben fast nur aus Mama sein.

Und plötzlich sitze ich zwischen Menschen und merke, wie fehl am Platz ich mich eigentlich fühle.
Als hätten alle gelernt, wie das Leben funktioniert — nur ich nicht.

Während andere Gespräche führen, denke ich darüber nach, ob ich überhaupt noch irgendwo reinpasse.

Vielleicht habe ich mich selbst irgendwo zwischen Verantwortung, Alltag und Mama sein verloren. 


Manchmal weiß ich nicht, ob ich einfach sensibel bin
oder einfach kaputt gedacht.

Mein Kopf macht aus kleinen Dingen riesige Gedanken
und selbst ruhige Momente fühlen sich plötzlich schwer an.

Während andere einfach weitermachen,
bleibe ich oft an Gedanken hängen, die mich innerlich komplett auslaugen.

Vielleicht denke ich wirklich einfach zu viel.
Aber abschalten fühlt sich mittlerweile fast unmöglich an.

Früher & Heute

Veränderungen, Erinnerungen, alte Versionen von dir

Früher war ich ruhig,
aber gleichzeitig auch offen
und hatte oft eine viel zu große Klappe.

Ich war ständig unterwegs, unter Menschen
und irgendwie mit jedem klargekommen.

Und heute?
Heute ziehe ich mich immer mehr zurück.

Gespräche fühlen sich plötzlich anstrengend an
und manchmal weiß ich nicht einmal mehr, was ich sagen soll.

Manchmal frage ich mich,
wann ich eigentlich angefangen habe, so zu werden.


Früher fiel es mir leichter, Menschen zu vertrauen.

Heute denke ich über vieles zweimal nach,
weil Enttäuschungen einen irgendwann verändern.

Manche Menschen werden mit der Zeit fremd,
obwohl sie einem einmal wichtig waren.

Und manchmal vermisse ich nicht die Menschen von früher,
sondern einfach die Art, wie alles damals war.


Früher habe ich viel und gerne geredet.
Heute denke ich über jedes Wort nach.

Nicht, weil ich nichts zu sagen habe,
sondern weil ich oft das Gefühl bekommen habe, dass meine Meinung sowieso nichts zählt.

Dinge wurden falsch verstanden, verdreht
oder plötzlich so dargestellt, als hätte ich etwas gesagt, was nie von mir kam.

Und irgendwann wird man einfach leiser.
Nicht aus Angst vor Menschen —
sondern weil man müde davon wird, sich ständig erklären zu müssen.

Muttergedanken

alles rund ums Muttersein

Wieder war einer dieser Tage, an denen einfach alles anstrengend war.
Alle drei Kinder waren irgendwie neben sich und ich habe irgendwann nur noch gehofft, dass der Tag endlich vorbei geht, damit endlich mal kurz Ruhe ist.

Und ganz ehrlich?
Auch solche Gedanken machen einen nicht zu einer schlechten Mutter.
Sondern zu einer ehrlich Mutter mit Gefühlen.

Ich bin nicht nur Mama, ich bin auch noch ich.
Aber irgendwo zwischen Alltag, Verantwortung und dem ständigen Funktionieren verliere ich mich oft selbst.
Ich kümmere mich um alle anderen und stelle mich dabei immer wieder hinten an.

Doch auch ich habe Gefühle, Wünsche und Momente, in denen ich einfach nur ich selbst sein möchte.
Und vielleicht sollten wir Mütter uns viel öfter daran erinnern, uns selbst nicht zu verlieren.

Drei Kinder.
Drei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten.
Jeder mit eigenen Bedürfnissen, eigenen Gefühlen und seiner ganz eigenen Art, die Welt zu sehen.

Manchmal ist es wunderschön.
Manchmal einfach nur anstrengend.
Und manchmal frage ich mich abends, wie ich das alles eigentlich schaffe.

Aber genau zwischen Chaos, Müdigkeit und diesen kleinen besonderen Momenten steckt wohl das echte Muttersein.