Manchmal ist der erste Schritt, Hilfe zu suchen, der schwerste

besonders, wenn der Nebel so dicht erscheint, dass man keinen Weg erkennt. Doch du musst diesen Weg nicht allein gehen. Es gibt Menschen und Einrichtungen, die Tag und Nacht für dich da sind, zuhören, dich ernst nehmen und gemeinsam mit dir nach Lösungen suchen.
Hier findest du wichtige Kontakte und Anlaufstellen, die dir in akuten Krisen oder für den Start einer längerfristigen Unterstützung zur Seite stehen.

Notfallnummern

Wenn du dich in einer akuten Krise befindest oder Suizidgedanken hast, zögere nicht, sofort Hilfe in Anspruch zu nehmen.

  • Telefonseelsorge Deutschland: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, anonym, 24/7)
  • Österreich Telefonseelsorge: 142 (kostenlos, anonym, 24/7)
  • Dargebotene Hand Schweiz: 143 (kostenlos, anonym, 24/7)
  • Internationales Netzwerk Befrienders Worldwide: www.befrienders.org – dort findest du Telefonnummern für viele Länder weltweit

Beratungsstellen vor Ort & Online

Auch außerhalb von Notfällen gibt es zahlreiche Stellen, die dich begleiten können:

  • Pro Familia: Beratung zu psychischen Belastungen, Familien- und Partnerschaftsfragen
  • Deutsche Depressionshilfe: www.deutsche-depressionshilfe.de – Infos, Selbsttests, Hilfsangebote
  • Caritas & Diakonie: Psychosoziale Beratung in vielen Städten
  • Online-Beratungsplattformen:
  • www.krisendienst.de (Deutschland)
  • www.suizid-praevention.gv.at (Österreich)
  • www.redcross.ch (Schweiz)

Erste Schritte zur professionellen Hilfe

Wenn du das Gefühl hast, professionelle Unterstützung zu benötigen, kann der Weg so aussehen:

  1. Hausarzt oder Hausärztin kontaktieren – oft der erste Ansprechpartner, um weitere Hilfe zu organisieren.
  2. Psychotherapeutische Praxen anrufen – viele bieten Erstgespräche oder Wartelisten an.
  3. Kliniken mit psychiatrischer Ambulanz – besonders bei akuten Krisen eine schnelle Option.
  4. Selbsthilfegruppen – ein Ort für Austausch mit Menschen, die Ähnliches erleben.

Das Wichtigste auf einen Blick

Es gibt jederzeit Menschen und Stellen, die dir helfen können – egal, wie aussichtslos die Lage erscheinen mag. Der erste Schritt kann Überwindung kosten, aber er ist oft der Beginn einer neuen Perspektive.
Du musst nicht warten, bis es „schlimm genug“ ist, um Hilfe zu suchen – es reicht, wenn du das Gefühl hast, Unterstützung zu brauchen. Jeder Weg ist leichter, wenn man ihn nicht alleine gehen muss.

Häufig gestellte Fragen

Was ist, wenn ich nicht reden kann oder möchte?

Viele Stellen bieten auch Chat- oder E-Mail-Beratungen an, bei denen du in deinem Tempo schreiben kannst.

Ich weiß nicht, ob meine Probleme „schlimm genug“ sind – darf ich trotzdem anrufen?

Ja. Hilfeleistende Stellen sind für alle da – egal, wie groß oder klein dir dein Problem vorkommt.

Kostet die Hilfe etwas?

Die meisten Notfall- und Beratungsangebote sind kostenlos, besonders die anonymen Hotlines.